Warteschleife bei IHK Unterrichtung §34a

Die aktuelle politische Situation in unserem Lande sorgt dafür, dass in vielen Bereichen die Sicherheit durch private Sicherheitsunternehmen sichergestellt werden muss. Vorrangig betrifft es hier den Bereich von Asyl – und Flüchtlinksunterkünften aber auch öffentliche Einrichtungen wie z.B. der öffentliche Nahverkehr, Großveranstaltungen und viele weitere Bereiche.

Die Polizei ist an ihre Grenzen. Zuwenig Personal, zu viele Aufgaben, zu viel Bürokratie. In einigen Bundesländern weiß man sich nur dadurch zu helfen, dass bestimmte Arten von Straftaten überhaupt nicht mehr verfolgt werden sollen um eben
andere Baustellen schließen zu können (siehe Beitrag Ladendiebstahl ohne Strafe. Fakt: Es wird dringend in allen Bereich Personal benötigt aber auch hier scheint der Staat bewusst oder auch unbewusst Hindernisse in den Weg zu legen.

Keine Termine zur Unterrichtung Bewachungsgewerbe §34a

Jeder Mitarbeiter von privaten Sicherheitsunternehmen muss, bevor er in den aktiven Dienst tätig werden kann, die sogenannten Sachkundeprüfung für das Bewachungsgewerbe §34a bei der für das Unternehmen zuständigen IHK ablegen. Schön und gut mag man meinen aber die Realität sieht leider sehr dürftig aus und auch hier muss und sollte der Gesetzgeber schleunigst handeln. Derzeit sieht es so aus, dass Termine für die besagte Unterrichtung in manchen Kammer Bezirken über viele Monate ausgebucht sind. Sprich: Stellt ein Unternehmen heute Mitarbeiter ein, können diese frühestens in den Monaten April / Mai 2016 an der Unterrichtung teilnehmen. Diese Mitarbeiter stehen somit auf „Hold“ und können, obwohl es die Auftragslage zulässt, nicht eingesetzt werden. Sinn – oder Unsinn? Liegt es hier nicht an der IHK die fast schon monopolistisch wirkende Ausführung und den damit verbundenen Terminstau an private Sicherheitsakademien zu übertragen um wenigstens einen kleinen Teil der Unterrichtung zuführen zu können?

Kennt die IHK die Nöte der Sicherheitsbranche?

Diese Frage stellt man sich mitunter. Fragt man bei der IHK an wird man auf fehlende Kapazitäten aufmerksam gemacht. Ist man dann kreativ und möchte private Akademien beauftragen, stellt man sich seitens der IHK quer, da diese nicht zum entsprechenden Kammerbezirk gehören. Stellenweise gibt es Sicherheitsunternehmen die bis zu 70 Mitarbeiter auf der Warteliste stehen haben. Mitarbeiter die mitunter Geld kosten aber nicht arbeiten können, weil eben die Unterrichtung fehlt.

Statisch und unflexibel scheint hier die Vorgehensweise. Die Situation in Deutschland erwartet aber eben genau das Gegenteil. Wartezeiten von bis zu 6 Monaten sind hier definitiv keine Lösung und so sollte die Politik in Kommunikation mit der IHK alternative Lösungen suchen und den Stau entsprechend abarbeiten. Klar, es geht hier natürlich auch um Geld, viel Geld welches man lieber in den eigenen Kassen hält anstatt dieses mit anderen teilen zu müssen. Warten wir einfach mal ab wie sich die Lage in unserem Land zukünftig darstellt und schauen wir einfach mal zu wie sich die Thematik IHK und Unterrichtung im Bewachungsgewerbe weiter entwickelt. Befriedigend ist die derzeitige Situation derzeit definitiv nicht.

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