Sicherheitsmitarbeiter Opfer von Gewalt in Asylunterkünften

In wachsendem Maße werden auch die rund 10.000 Sicherheitsleute in den Heimen Opfer von Gewalt. „Die Zahl der sogenannten Konfrontationsunfälle von Sicherheitsleuten in Flüchtlingsunterkünften hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Vergleich zum gesamten Vorjahr um 70 Prozent zugenommen“, berichtet Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW), der „Welt“. Dies hat eine Auswertung der gesetzlichen Unfallversicherung für den Verband ergeben.

Professionell Sicherheit in Asylheimen

Ein besonders hohes Konfliktpotenzial ergibt sich bei enger Belegung mit vor allem jungen Männern aus unterschiedlichen Herkunftsländern und unterschiedlicher Religionszugehörigkeit. Wird kein geeignetes Personal eingesetzt, sei die Gefahr von Auseinandersetzungen besonders hoch. Der BDSW-Hauptgeschäftsführer kritisiert, die meisten der 4000 privaten Sicherheitsdienste seien ungeeignet, Sicherheitsaufgaben in Flüchtlingsunterkünften vorzunehmen. Viele davon kommen jetzt an Aufträge, weil der Zuzug von Flüchtlingen diese bekannten Dimensionen angenommen hat.

Gewalt gegen Sicherheitsmitarbeiter in Flüchtlingsunterkünften

Sicherheitsangestellte berichten der „Welt“ von schwerer Gewalt, wollen ihre Namen aber aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht lesen. „Mein letzter brenzliger Einsatz war der Messerangriff eines syrischen Kurden auf einen normalen Syrer. Die können sich sowieso ums Verrecken nicht leiden“, berichtet der Leiter der Sicherheitskräfte in einem Flüchtlingszelt in einer bayerischen Stadt und erzählt: „Als ich ihn mit dem Messer rumfuchteln sah, bin ich sofort dazwischen – ist zum Glück noch mal alles ohne Verletzungen abgelaufen.“

Wie angesichts der jeden Rahmen sprengenden Asylzuwanderung – rund 250.000 Menschen alleine im September – zumindest mittelfristig eine harmonische Unterbringung ermöglicht werden kann, weiß niemand. Bislang bemühen sich einige Länder wie Thüringen, Asylbewerber nach ethnischen oder religiösen Aspekten zu trennen. Dies kann jedoch nicht strikt gewährleistet werden.

Quellenangabe

Die Welt

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